ROSA RÖTLICH

Ich bin Rosa. Im analogen Leben heiße ich anders, aber digital lebe ich seit 20 Jahren unter diesem Namen.
Wenn ich sage, ich lebe digital, dann meine ich das genau so. Ich bin sehr interessiert an allen möglichen technischen Entwicklungen. Schon mein ganzes Leben war ich mehr die, die Geräte auseinandergenommen hat, als Kochrezepte ausprobieren wollte. Ich habe stundenlang mit meinem Onkel (einem Maschinenbau Ingenieur) über technische Dinge philosophiert, anstatt z.Bsp. Tanzkurse zu besuchen.
Meine zweite Leidenschaft war schon immer die Kunst. Ich habe viel gemalt, mir ganze Stadtlandschaften ausgedacht und nachgebaut. In meiner Teenagerzeit begannen gerade die ersten Zeichen der Digitalisierung aufzukeimen. Es kamen mobile Telefone auf den Markt, man konnte digitale Post versenden, Bücher im Internet kaufen… Überhaupt: das Internet, was waren das für Möglichkeiten, die sich für mich auftaten?!
Irgendwann stand ich vor der Entscheidung, was ich mit meinem beruflichen Leben anfangen möchte. Durch Zufall stieß ich auf einen Studiengang an der Hochschule in meiner Heimatstadt. Industrial Design! Die Verbindung aus Kunst und Entwicklung hat sofort mein Interesse geweckt. Es waren gerade einmal 2 Semester immatrikuliert, bevor ich mich beworben habe. Die Stimmung in der Fakultät hat mich sofort in den Bann gezogen. Jeder hatte irgendwelche Ideen. Der ganze Studiengang war so klein, dass wir zusammen kaum eine Schulklasse füllten. Der Dekan saß abends stundenlang selbst mit uns zusammen und hat uns von seinem Berufsleben erzählt. Alles war sehr familiär.
Es war eine großartige Zeit. Nach zwei Semestern wurde der Studiengang noch einmal geteilt, hinzu kam eine Vertiefung, die Interaction Design genannt wurde. Neben haptischen Produkten, wie einem Lenkrad, konnten wir nun auch die Software für zum Beispiel ein Navigationsgerät, das über das Lenkrad gesteuert wurde, mit gestalten. Für mich war es die perfekte Symbiose aus all meinen Interessen. Nach dem Grundstudium musste man sich dann aber doch für einen Schwerpunkt entscheiden. Ich habe ihn auf das Interaction Design gelegt und das bis heute nie bereut!
Ich habe die Software für medizinische Geräte gestaltet, habe Software für Kinder und Universitäten entwickelt, habe die ersten Gehversuche von Smartphones begleitet, habe große Social Networks mitentwickelt und bin immer noch glücklich mit meiner Berufswahl.
Inzwischen leite ich die Designabteilung eines großen deutschen E-Commerce Unternehmens und haben meinen Fokus auf die Bildung von Teams und die Ausbildung von neuen Talenten gelegt. Für mich bleibt die Symbiose aus Gestaltung, Psychologie, Technik und der Zusammenarbeit mit Menschen ein echter Motivator.
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