MIRIAM GLINKA

Mein erster Wunsch – Profi Tänzerin zu werden – scheiterte an einem Knick an meiner Wirbelsäule. Ich war 13 und hatte meinen ersten Nerven Anfall. Es sollten noch einige folgen, aber damals war dann klar, dass ich an die Kunsthochschule will.
Mit 19 wurde dieser Wunsch gleich beim ersten Versuch erfüllt. Ich sah aus wie 15 und hatte keine Ahnung, was Kunst eigentlich ist.
Mit 20, war mir Frankfurt am Main zu langweilig und ich wechselte zu Baselitz an die UdK. Wir zerstritten uns und ich ging zurück nach Frankfurt an die Staedelschule, dieses Mal zu Herrmann Nitsch.
Den Meisterschüler machte ich dann bei Wolfgang Tillmans und zog sofort wieder nach Berlin. In Berlin wurde ich erwachsen, dort liebte und hasste ich, wie nie zuvor.
Mittlerweile pendle ich zwischen London und Berlin, soweit keine Covid rules herrschen und kann sagen, dass ich ansatzweise zufrieden bin. Mit mir, meinem Körper, meinen Freunden, meiner Umgebung, dem input etc.
Ich denke, man sollte immer seine Träume leben, versuchen alles zu tun, was man möchte, ohne sich entmutigen zu lassen. Besonders Frauen. Immer noch.
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